An die Freunde
des gemalten Bildes!

Die Malerei ist ein ausgezeichnetes Mittel Gedanken und Gefuehle zu kommunizieren. Die Malerei ist fuer mich meine Geliebte geworden. Mit ihr erlebe ich die schoensten Tage und Naechte!

Ich moechte hier auf der Internetseite, aus einer universellen Dankbarkeit heraus, die ansehnlichsten Fruechte aus der Verbindung zu der M. dem Besucher vorstellen!

Wer Lust hat mit mir in Kontakt zu treten - Bitte eine Email schicken!










RE-import 152 Seiten

19,5 x 25,9 cm

260 farbige Abbildungen, Offsetdruck

Deckenband, Fadenheftung

500 Exemplare, dt./engl.

36,- ISBN 978-3-944903-03-3

Herausgeber: Michaela Kuehn, Julius Hofmann

Erschienen im MMKoehnVerlag

Gestaltung: Maria M. Meyer, Susanne Richwien

Texte: Michaela Kuehn, Carsten Tabel, Hans-Werner Schmidt


Zu bestellen gibt es das Buch direkt ueber desktop (at) Juliushofmann.de,

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Biographie:

1983:
geboren in Goettingen

Seit 2005:
Studium an der Hochschule fuer Graphik und Buchkunst in Leipzig

2007 - 2009:
Fachklasse von Neo Rauch

2009 - 2010:
Fachklasse von Heribert C. Ottersbach

2011: Diplom


Einzelausstellungen:

2016:

- "Might of young Engines","5", SSZ Sued Gallery, Koeln

2015:

- "Might of young Engines", Ornis A Gallery, Amsterdam

- "Ekstatische Einsamkeit" with Michael Kirkham", Galerie Kleindienst, Leipzig

2014:

- "Mustang", Villa Katzorke, Essen

2013:

- "Initiative and Surrender", Galerie Kleindienst, Leipzig

- "Stony Fields", Ornis A. Gallery, Amsterdam

- "Regulator", Baer Galerie. , Dresden

2011:

- "Die Ernte des Lebens", Galerie Kleindienst, Leipzig
(Katalog zur Ausstellung erhaeltlich)

- "Aurora", Ornis A Gallery, Utrecht

- "Nemesis", UNC Gallery, Seoul/Suedkorea



Ausstellungsbeteiligungen:

2016:

- "Sein.Antlitz.Koerper " , Zionskirche Berlin

- "Y our Light is my Darkness (Part III)", Gerhard Hofland, Amsterdam

- "Storyteller" Zeitgenoessische Kunst aus Leipzig, Goethe Institut und Kunstmuseum Hanoi, Vietnam

- "Y our Light is my Darkness (Part II)", Feinkunst Krueger , Hamburg

- "Leipziger Jahresausstellung" - Immer und Ewig, LIA im Westwerk, Leipzig

- "Klassentreffen - Die Klasse Ottersbach", Bayer Kulturhaus, Leverkusen

2015:

- "Y our Light is my Darkness (Part I)", Re:surgo, Berlin

- "Gute Kunst? Wollen!" Werke der SØR Rusche Sammlung, auf AEG, Nuernberg

- "NGORONGORO" - Artistweekend, Atelierhof Lehderstrasse Berlin

- "Nocturne" - Ahnung, Abgrund und Apokalypse in der zeitgenoessischen Kunst, Kunsthalle der Sparkasse Leipzig

- "Galerie der Moderne" - Zeitgenoessische Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts, Museum Kaisertrutz, Goerlitz

2014:

"Wahrheiten - Zeitgenoessische Kunst im Dialog mit Alten Meister". SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin, Bayer Kulturhaus Leverkusen

"Mensch werde wesentlich", Kunstverein Freunde aktueller Kunst, Zwickau

Klasse Ottersbach - "Die Pferde sind tot"

Forum Kunst, Rottweil

2013:

- "Blomster", Michael Andersen Galerie, Berlin

- "Tierstuecke" - Niederlaendische Tiergemaelde des 17. Jhds. im Dialog mit zeitgenoessischer Malerei, Sammlung SØR Rusche Oelde/Berlin, Museum Abtei Liesborn, Liesborn

2012:

- "Germany Now, Leipzig Art Panorma", Seongnam Art Center, Suedkorea
- "New Smoke from Old Fires", Frappant, Hamburg
- "Eros und Thanatos" (SØR Rusche Collection)
- "A:B:C: Mooning", Gallery FIST, Hamburg

2011:

- "After the Goldrush", Kunstverein Speyer
- "Afinity", Amsterdam
- "Convoy" Biksady Gallery, Budapest
- "Tiffany" Galerie Oelfrueh, Hamburg
- "Salon der Gegenwart", Elbhof Hamburg

2009:

- Fluch der Akribik, Kunstverein Bad Sulzfeld
- Black Swans, Junges Forum, Wiesbaden

2008:

- Junge Kunst 13, Galerie Kleindienst, Leipzig

2007:

- Studio Galerie, Galerie Baumann Leipzig.





The ToTal eclipse of The hearT

Zwischen all den stadtkaelbern und -ferkeln stehst ploetzlich du. Mit deinem Motorbike kamst du aus deinem laendlichen Versteck geknattert. Kamst, eines dieser lahmen, kraftlosen Nutztiere zu holen, um es mit in deine Behausung zu zerren. Wirst es zerkneten, auseinanderpluecken, die Brueche schienen und es neu zusammenstecken, wirst es zu einem Teil deines sumpfes machen, Terpentin mit ihm schnueffeln und Benzin gurgeln, bis alle Guete in ihm weggeaetzt, das Treudoofe aus seinen Augen gewichen, aus dem lieben Milchkalb eine ferngesteuerte, blutleere Katze geworden ist.

Am Tage leckten sie einander die fellfressen, schnurrten, schmusten, spielten. Bevor sie ins Mondlicht hinaustraten, in ihre Nachtgestalt schluepften, schminkten und maskierten sie einander, huellten sich in grelle stoffe. Die augen verwischt, versteckt hinter dunklen Glaesern, zwei Endzeitroboter im Zauberwald. Jeder seines Weges stapft ihr durch die Nacht.

Ein angebissenes Brot, ein angerissenes laemmchen. Die letzten Gluehwuermchen des sommers haben es sich in der klaffenden Wunde gemuetlich gemacht. Wundweides Blitzen. Die Dorfkoeter sollten sich eigentlich die Maeuler lecken, gebannt vom aesthetischen reiz des limmernden und so gar nicht wimmernden opfers. sie weiden sich an seinem saettigenden anblick, statt es mit haut und Wolle zu verspeisen.

Ein virtueller Tanz, ein schauspiel, lichtjahre und Datenbaenke entfernt vom natuerlichen Kreislauf von fressen und Gefressen werden. Verstakstes spiel fehlprogrammierter automaten. Zwischen scheiblettenkaese und Ketchup liegen zwei Dosen highlander von der Tankstelle im Kuehlschrank, fuer den Notfall. Um die ins Viereck gezwungenen augen mit der mystischen Kraft von Whisky und Bier zu entspannen.

Draussen auf dem land fauchen Katzen und Kater, klaeffen die hunde gegen die hoftore. Vom Weihnachtsgeld doch lieber einen neuen computer mit farbmonitor, nicht das Mountainbike. Kann man ganzjaehrig nutzen, ohne sich staendig in den arsch treten zu muessen, kann trotzdem ordentlich Dampf ablassen. ein Virtuose am steuerungselement sollte aus ihm werden, jede moegliche Bewegung, mit ein paar fingergriffen ueberall hin. Der Maschinist, der die Dinge am laufen haelt. in ihm wohnte etwas, dessen Aeusseres er dafuer, dass er es noch nie gesehen hatte, verblueffend gut beschreiben konnte. Das ausdruckslose, verschmierte antlitz, die hinterlistlose Dummbrutalitaet, der Knochenmann im durchtrainierten fleischgewand, das falsch programmierte. Das alles ist Teil von dir, das sind deine Gefuehle, deine Gefaehrten, deinesgleichen.

Der erste schnee faellt in sein Zimmer und faerbt sich neonrot. Kein licht ausser der relexion von suchscheinwerfern auf der harten Januarkruste. Die reifen der fahrzeuge, gespickt mit langen spikes, knacken uebers eis. Kristallharter schall, sein Kopf schlaegt auf, ihm wird warm. er betrachtet sich von oben, wie er daliegt im gelben Zebra pluesch.

Kommt das aus einer Wirklichkeit, in der noch agiert wird, oder aus einer, die schon konsumiert wurde, einem spiel, das du schon durch gezockt hast? schleus dich ein in die Gehaeuse deiner fantasie, mach mit, bau mit, hols dir zurueck. lass es spriessen aus dem Boden, der die Kultur angeblich von unten her vergiftet, hirntot macht. sie kehren zurueck von ihrer Mission, um uns mit aller Kraft zu beweisen, dass sie nicht sinnlos waren, die Jahre auf dem sofa.

Die unendlich oft abspielbaren Medien wurden unendlich oft abgespielt, bis ein Uebelkeit erregendes saettigungsgefuehl einsetzte, zusammen mit dem Wunsch nach einzigartigem Neuen. etwas machen, was es noch nicht gibt, sich nicht mehr umzingelt fuehlen von etwas, das es mal gab. einen belebenden streifzug durch eine untergegangene Welt. Noch mal in die androidenbar, zu den robotermaedchen mit dem schoenen, leeren Blick. Weisst du noch, wo die leichen liegen, die randfiguren stehen, die sich als falsche faehrte entpuppten? Unansprechbare, leere huelsen, die einfach nur geschaffen wurden, um sie stehen zu lassen. sie sind alle noch da, nimm dich ihrer an, erfinde sie neu, sie bitten darum.

carsten Tabel



The ToTal eclipse of The hearT

and then, there you are. Between all the city calves and all the city piglets - you. You came here on your motorbike, took it all the way from your hiding place in the country. You came here on a mission to get some lame, weak lifestock. lifestock to drag back to your shack.

You’re gonna work it hard, knead it, pluck it. You’ll splint its fractured bones and you’ll remake it. it’ll become part of your swamp. it’ll sniff turps with you and it’ll gurgle gaso- line by your side till all benevolence is etched off. No more faitfhul eyes, no more innocent maverick. The remainder: a re- mote controlled anemic cat.

During daytime they licked each other’s coat kissers. smurred. cuddled. fooled around. Before they stepped into the moonlight and into their nocturnal selves they put each other’s faces on and masked each other and wrapped themselves in dazzling clothes. Blurry eyes hidden behind dark shades. Two end time robots in a magic forrest.

each of them follows their own path as they trudge through the night. a half eaten bread, a wounded lamb. The last irelies of this summer nestle in the gaping lesh. flashes of gunshot wounds. The village dogs ought to lick their muzzles at the aestethic impulse of the twinkling, but not at all whimpering, victim. instead of eating it up, neck and wool they feast on the satiable sight.

it’s a virtual dance, lightyears and databases away from the natural circle of eating and being eaten, a clumsy game of def- fectively programmed machines. in the fridge two cans of highlander rest between slices of processed cheese and a bottle of Ketchup. icecold emergency supply to ease cornered eyes with the mythological power of whiskey and beer.

out in the country, cats hiss and dogs bark at closed gates. christmas money is spent wisely on a new computer with a co- lored screen, not on a montainbike. You can use it all year round. No constant struggle to get going but you can indeed let off steam. he was supposed to become a virtuoso at regulating the elements, any motion with a lick of the inger. an engineer who keeps things going.

There was something inside of him that, despite the fact that he had never seen it before, he could give a surprisingly accurate descrip- tion of. expressionless, smudgy countenance. Deceitless stupid vio- lence. skeleton in a buff meat suite. ill programmed. it’s all part of you. These are your feelings, your companions. Your kind.

first snow falls into his room and it changes into a neon red. There is no light except the relection of searchlights on a rough January crust. The spiked tires of the vehicles creak on the ice. crystals burst when BaNG his head hits the ground. he is warm now. he looks at himself from above, his body lies on the ground in a yellow zebra plush suit.

Where does this come from? from a kind of reality in which people still operate and act or from a different kind in which they are bey- ond consumption – a game that is over, a game you played to the end. iniltrate the body of your phantasies, take part, construct, retrie- ve. let the sprouts crack the ground that supposedly spoils culture from below and kills brains.

They return from their mission to prove with all their might that they were not pointless, all the years on the couch. ininitely playa- ble media has been played ininitely, until a sickening satiety kicked in, mixed with a longing for something unique, something new. a longing to come up with something that’s never been before and gone will be the feeling of being surrounded by something that has. a resurrecting journey through a messed up world.

hit android Bar whith its robot chicks and their empty looks. Do you remember where the corpses are? Where are the marginal characters that turned out to be nothing but red herrings. Unspeakable empty cartridges whose only purpose is to be left standing around. They are all still here. Take care of them. reinvent them. They beg for it.

carsten Tabel